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Auf Grün setzen

Posted by Funny on Dez-13-2011

Der Garten hält Winterschlaf, draußen vor dem Fenster dominieren momentan lediglich Grautöne – dafür in allen Abstufungen. Warum also nicht für pflanzliche Stimmungsaufheller in den eigenen vier Wänden sorgen? Mit Zimmerpflanzen geht das schnell und einfach. Und wenn man sich für etwas Pflegeleichtes entscheidet, überleben die Gewächse auch ohne den berühmten grünen Daumen.

Exotische Pflanzen aus dem Gartenversand

Wie wäre es zum Beispiel mit einem exotischen Zitronen- oder Orangenbäumchen? Keine Sorge, denn die Pflege dieser niedlichen Mini-Bäumchen ist alles andere als aufwendig. Oder vielleicht doch lieber eine Hawaii-Palme mit zart-gelben Blüten? Wer es lieber schlicht mag, könnte das Mikado-Gras mit seinen winzigen goldfarbenen Kugelblüten gefallen. Um sich die eigenen vier Wände mit Zimmerpflanzen aufzupeppen, muss man nicht mal in die Gärtnerei oder zum Baumarkt fahren – via Gartenversand bestellt man ganz bequem vom heimischen Sofa aus. Und wer weiß, hat man in der kalten Jahreszeit erst mal die Lust am Gärtnern entdeckt, lässt sich dieses neue Hobby ja ganz hervorragend im Frühjahr fortsetzen.

Protestbewegung “Guerilla Gardening”

Aufs Grün gekommen sind mittlerweile viele Bewohner großer Metropolen. “Guerilla Gardening” nennt sich der Trend, den die New Yorker bereits in den 70-er Jahren losgetreten haben und mittlerweile auch hierzulande immer mehr Menschen begeistert. Ihr Ziel ist, Gehwege, Brachflächen, triste Hinterhöfe oder Verkehrsinsel in blühende Oasen zu verwandeln. Vor allem die Berliner üben sich in dieser Disziplin, um die Natur zurück in die Stadt zu bringen. Aber es soll nicht nur schön aussehen, sondern auch nützlich sein – die Pflanz-Aktivisten wollen auch erreichen, dass städtische Flächen von den Bürgern auch landwirtschaftlich genutzt werden können. Allerdings ist “Guerilla Gardening” illegal. Warum? Weil die naturliebenden Aktivisten etwas auf ein Stück Land pflanzen, das ihnen nicht gehört. Aber wer weiß, vielleicht hat sich die Stadtverwaltung von Delmenhorst davon inspirieren lassen. Ende November wurde beschlossen, Im Norden des Wolleparks, einer tristen Parkanlage, das Gebäude des ehemaligen Kurbades abzureißen. Bis weitere Entscheidungen über das Grundstück fallen, soll dort vorübergehend ein Gemüsegarten entstehen, den dann auch die Anwohner nutzen können. Mit Pflanzen lässt sich auch die trostloseste Gegend verschönern. Theoretisch ist das wohl allen klar – auch den Menschen, die in Stadtverwaltungen und –räten sitzen. Blumen und Gemüse sind schließlich immer noch besser als Beton, Müll und Unkraut. Dennoch muss man sich fragen, warum es in den meisten Städten so viele Schandflecke gibt, die ruhig etwas Grün vertragen könnten. Kein Wunder, dass der grüne Trend des „Guerilla Gardenings“ salonfähig geworden ist. Eine Protestbewegung, die mittlerweile als Form bürgerschaftlichen Engagements für mehr Natur in den Städten zu verstehen ist.

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