Noni
Der Begriff Noni bezeichnet die Frucht des indischen Maulbeerstrauches, welcher auch als Noni-Baum bezeichnet wird. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Australien, von dort wurde sie durch Seeleute über den gesamten indischen Ozean verbreitet. Der Laubbaum besitzt Früchte, welche in etwa die Größe eines Hühnereis besitzen. Der Geschmack der Früchte ist sehr unangenehm und wird des Öfteren als faulig empfunden. Die Frucht wird in erster Linie als Fruchtsaftgetränk vermarktet, dieser soll laut pseudowissenschaftlichen Forschungen eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen. Im Jahr 2001 verbot das Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel das Produkt, da die Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden konnte. Nachdem das Produkt durch den Vertreiber “Tahitian Noni” nach einigen Jahren trotzdem zugelassen wurde, ist Werbung im Zusammenhang mit gesundheitsbezogenen Aussagen und Behandlung von Krankheiten jedoch weiterhin verboten. Während der Verkauf des Noni-Fruchtsaftes in Europa erlaubt ist, ist der Vertrieb von Produkten wie Noni-Kapseln, Tees und Noni-Blättern jedoch weiterhin untersagt. Die Gegenseite stützt sich jedoch weiterhin auf die heilende bzw. lindernde Wirkung der Noni-Frucht, verantwortlich sei hierfür ein Wirkstoff namens Xeronin, welcher sogar Krebs heilen könne. Demgegenüber wurden bereits einige Fälle gemeldet, in welchen die menschliche Leber durch die Einnahme des Saftes geschädigt wurde. Der Noni-Baum ist ein Laubbaum, neben den einfachen Laubblättern besitzt er außerdem Nebenblätter. Die Blüten sind weiß und zwittrig, die Kronblätter zu einer kompletten Röhre zusammengewachsen.
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